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KUNSTFLUG-WISSEN

G-Kräfte beim Kunstflug verständlich erklärt

G beschreibt eine Belastung relativ zur Erdbeschleunigung. Für dein Erlebnis zählen Richtung, Dauer und Aufbau der Belastung – nicht nur ein Maximalwert.

Was sich schwerer anfühlt

Unter positiver Belastung in Sitzrichtung kannst du dich stärker in den Sitz gedrückt fühlen. Kopf und Arme lassen sich schwerer bewegen. Die Körpermasse ändert sich dabei nicht; die Kräfte auf Körper und Auflageflächen ändern sich. „Viermal so schwer“ ist eine alltagssprachliche Beschreibung, keine tatsächliche Vervierfachung deiner Masse.

Bei negativer Belastung wird der Halt der Gurte auf andere Weise spürbar. Die Lage des Flugzeugs allein legt die Belastung nicht eindeutig fest: Rückenlage bedeutet nicht in jeder Figur denselben negativen G-Wert.

Körperliche Grenze und Flugzeuggrenze sind verschieden

Ein Flugzeug kann für bestimmte Belastungen zugelassen sein, die für einen Menschen trotzdem problematisch sind. Umgekehrt ist die individuelle Toleranz kein Grund, ein Flughandbuchlimit zu überschreiten. Für SP-EKS gelten die Grenzen der tatsächlichen Masse und Konfiguration.

Sehstörungen, Schwindel und drohende Bewusstlosigkeit sind keine erwünschten Bestandteile eines Erlebnisflugs. Die FAA beschreibt eingeschränktes Sehen bis hin zum Bewusstseinsverlust als mögliche Folgen von G-Belastung. FAA: Effects of G-Forces on Pilots.

Warum es keine sichere Zahl für alle gibt

Die Verträglichkeit hängt nicht nur vom höchsten Wert ab, sondern auch vom Verlauf und persönlichen Faktoren. Es gibt keinen pauschalen G-Grenzwert, der für jeden gesunden Menschen Sicherheit garantiert. Auch der Wechsel zwischen negativen und positiven Belastungen verdient Aufmerksamkeit.

Atem- und Anspannungstechniken gehören in qualifizierte persönliche Anleitung. Dieser Text gibt keine Übungsanweisung, um eigenständig eine höhere Belastungsgrenze zu erreichen.

Für deinen Mitflug

Besprich gesundheitliche Fragen vorher und sage sofort, wie es dir während des Flugs geht. Du buchst ein abgestimmtes Programm, keinen vorgeschriebenen G-Rekord. Ein gut geplanter Flug darf weniger intensiv sein, als du dir zunächst vorgestellt hast.

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